Historischer Charakter erhalten

Das G. Büter Bauunternehmen aus Ringe hat die alte Mühle Krage in Emlichheim vollständig revitalisiert. In dem neuen Gebäude befindet sich jetzt eine Wohnanlage für Menschen mit Behinderung, die von der Wilfried-Jeurink-Stiftung geführt wird. Wichtig war Bauunternehmer und Projektentwickler Gerrit Büter, die Architektur des Neubaus ganz eng an den Baustil der 1902 erbauten Mühle Krage anzulehnen.

 

Die Mühle Krage an der Ringer Straße in Emlichheim war für Jahrzehnte ein Wahrzeichen der Gemeinde. 1902 durch Conrad Heinrich Krage als Mühlenbetrieb errichtet und 1983 wegen notwendiger Erweiterungen ins Gewerbegebiet Mühlenstraße verlegt, wurde das historische Mühlengebäude im Frühling 2018 abgerissen und durch einen hochwertigen Neubau im Stil der alten Mühle ersetzt.

 

Das Objekt beheimatet nun eine Wohnanlage für Menschen mit Behinderung , die von der Wilfried-Jeurink-Stiftung in Emlichheim geführt wird. Das Gebäude umfasst acht Wohneinheiten mit jeweils 40 Quadratmetern Wohnfläche. Eine Wohnung ist auf die besonderen Bedürfnisse von Rollstuhlfahrern ausgelegt. Neben den Einzelwohnungen ist ein Büro für die Betreuungskräfte sowie ein Gemeinschaftsraum als Treffpunkt für die Bewohner und Freunde entstanden. Den Bewohnern der Mühle Krage steht das Angebot der Ambulanten Wohnbetreuung der Wilfried-Jeurink-Stiftung zur Verfügung. Eine bedarfsgerechte Betreuung und Förderung wird auf der Grundlage eines Hilfeplangespräches mit dem Bewohner, dem Kostenträger und den Mitarbeitern der Wilfried-Jeurink-Stiftung angeboten.

 

Komfort eines Neubaus mit dem Charme des Alten  

Für die Revitalisierung verantwortlich ist das G. Büter Bauunternehmen aus Ringe. Unternehmer Gerrit Büter hat gemeinsam mit seiner Frau Dita und der Wilfried-Jeurink-Stiftung die Idee entwickelt, den Neubau konzipiert und umgesetzt. „Die Architektur des Neubaus orientiert sich am Baustil der 1902 erbauten Mühle Krage und vereint damit den Komfort eines Neubaus mit dem Charme des Alten. Das war uns sehr wichtig. Wir haben eine neue Nutzung für die nicht mehr ansehnliche alte Mühle Krage gesucht, wollten aber die traditionelle Optik, die die Menschen kennen und die historisch zur Samtgemeinde Emlichheim gehört, erhalten. So ist die Idee entstanden, die Wohnanlage für Menschen mit Behinderung zu errichten, aber gleichzeitig die Gestaltung der vorletzten Jahrhundertwende aufzunehmen“, erläutert Gerrit Büter.

 

Charakter der Mühle auch im neuen Objekt zu präsentieren

Es sei darum gegangen, das alte Industriegebäude mit Mehrwert für die Zukunft neu zu beleben, aber eben auch das kulturhistorische Erbe der Mühle Krage zu bewahren. „Die Mühle ist historisch gewachsener Bestandteil von Emlichheim. Wir sind überzeugt, dass es uns durch den Neubau gelungen ist, dieser Situation Rechnung zu tragen. Wir haben die alten Pläne sehr genau studiert, uns mit Historikern und Kennern der Mühlengeschichte ausgetauscht und sind dann sehr behutsam bei der Planung und Gestaltung vorgegangen, um den Charakter der Mühle auch im neuen Objekt zu präsentieren“, betont der Ringer Bauunternehmer, der sich auch privat gemeinsam mit seiner Frau Dita stark in dem Projekt engagiert hat.

 

Bedarf für Wohnanlage in der Region gegeben  

Dass die Wilfried-Jeurink-Stiftung die Mühle Krage betreibt, freut Gerrit Büter sehr. Die gemeinnützige Stiftung habe umfassende Erfahrung in der Führung von Wohnanlagen für Menschen mit Behinderung und sei in der Region bereits mit dem Hof Mühlenvenn und zwei Wohnanlagen an der Neue Straße in Nordhorn längst etabliert und erfolgreich. „Mit dem Stifter Wilfried Jeurink und dem Stiftungsvorstand besteht ein professioneller und freundschaftlicher Austausch. Es ist der richtige Partner für den langfristigen Betrieb, zumal der Bedarf für ein Wohn- und Betreuungskonzept für Menschen mit Behinderung in der Region auf jeden Fall gegeben ist.“

 

Auch wenn viele Menschen dem alten Ensemble zunächst nachtrauerten, sei die „neue“ Mühle Krage mittlerweile akzeptiert und wertgeschätzt, weiß Unternehmer Gerrit Büter. Das zeige sich auch an dem Aufsatz „Die Mühle Krage in Emlichheim. Geschichte der Müllerfamilie Krage und ihrer Mühle“ von Albert Röttering, Mitglied des Vorstands des Heimatvereins Grafschaft Bentheim und Gründungsvorsitzender der Heimatfreunde Emlichheim und Umgebung. Darin heißt es:

 

Das historische Mühlengebäude an der Ringer Straße ist im Mai 2018 abgebrochen worden. An seiner Stelle steht nun ein stattlicher Neubau im Stil der alten Mühle. Die Bauform erinnert in seinem Äußeren an das Vorgängergebäude und stellt mit seinem markanten Aussehen wiederum eine Bereicherung für das Emlichheimer Ortsbild dar. Und zur Erinnerung an die ‚alte Mühle‘ trägt das neue Gebäude die Aufschrift ‚Mühle Krage‘. So hat die Ära des früheren Mühlenbetriebes Krage schließlich ein gutes Ende genommen und bleibt in bestehender Erinnerung.