Bereits im Jahre 1903 gründete Johannes Zierleyn das heutige Fachgeschäft ZIERLEYN am Schweinemarkt in Nordhorn. Dort entsteht jetzt durch das G. Büter Bauunternehmen aus Ringe (Büter Bau) als Generalunternehmen ein markanter Neubau – das „ZIERLELYN – Wohn- und Geschäftshaus“. Am 12. März wurde Richtfest gefeiert.

Es ist eines der prominentesten Handelsgeschäfte in Nordhorn und gehört zum traditionellen Bild der Innenstadt. In der Nordhorner City Nord an der neu gestalteten Vechtepromenade liegt ZIERLELYN, das Fachgeschäft mit Kaufhaus-Charakter, direkt als Bindeglied zwischen Fußgängerzone und Rawe-Ring-Center am Schweinemarkt und ist über die Verkehrsringe aus allen Himmelsrichtungen bequem zu erreichen.

Die Geschichte des Unternehmens ist lang: Bereits im Jahre 1903 gründete Johannes Zierleyn das heutige Fachgeschäft ZIERLEYN am Schweinemarkt, das heute in dritter Generation von Margarete und Peter Holm geführt wird – und jetzt einen Neubau erhält.

Bis Ende des Jahres soll das Fünf-Millionen-Objekt komplett abgeschlossen sein. In den Medien wird das Projekt bereits als „Markanter ‚Eckpfeiler‘ für das Vechteufer“ bezeichnet.

 

Zehn Wohnungen, Büroflächen und ZIERLELYN-Ladenlokal

Das neue „ZIERLELYN – Wohn- und Geschäftshaus“ besteht aus zehn Wohnungen (davon zwei Penthäuser), mehr als 600 Quadratmetern Büroflächen sowie rund 1200 Quadratmetern Ladeflächen und Lager. Die Bruttogeschossfläche beträgt knapp 5000 Quadratmeter, ebenso sind 33 Stellplätze vorhanden. Das zukünftige Ladenlokal von ZIERLEYN nimmt das komplette Erdgeschoss des Neubaus ein.

Das G. Büter Bauunternehmen aus Ringe (Büter Bau) ist als Generalunternehmen mit der schlüsselfertigen Herstellung des Wohn- und Geschäftshauses inklusive dem Abriss des Bestandsgebäudes beauftragt und setzt dieses für die Nordhorner Innenstadt wesentliche Projekt gemeinsam mit Partnerunternehmen aus den Ausbaugewerken aus der Region um. Der Rohbau erfolgte nach dem Abriss im März 2019 ausschließlich in Eigenleistung. Die Architektur stammt von Potgeter & Werning aus Nordhorn.

Am 12. März wurde Richtfest gefeiert: Bei trockenem, aber windigem Wetter wurde über dem fünfgeschossigen Neubau am Schweinemarkt der Richtkranz hochgezogen. „Beton statt Holz“ präge diesen Bau, sagte Polier Andreas Koers beim traditionellen Richtspruch.

 

Individuelles Konzept für die Baustellenlogistik

Aber nicht nur städtebaulich ist das neue „ZIERLELYN – Wohn- und Geschäftshaus“ ein besonderes Projekt für Nordhorn, die Investorenfamilie Holm und das G. Büter Bauunternehmen. Auch technisch bestehen bei der Umsetzung zahlreiche Herausforderungen, die Büter Bau beachten muss. So liegt das Baugrundstück am Schweinemarkt in einem sehr beengten Umfeld mit hohen Anforderungen an die Baustellenlogistik, die Büter Bau durch ein individuelles Konzept für Anlieferung, Abholung etc. gelöst hat. Durch die spezielle Logistik ist es möglich, auch in der Innenstadtsituation eine kontinuierliche Bautätigkeit ohne Beeinträchtigung des Umfelds sicherzustellen.

Ebenso war aufgrund des nahen Wassers eine sogenannte Spundung inklusive Wasserhaltung notwendig. Eine Spundwand ist ein Verbau zur Sicherung von Baugruben oder Geländesprüngen, der zugleich eine Dichtungsfunktion übernehmen kann. Eine Spundwand besteht aus einzelnen Profilen, die auf der Nordhorner Baustelle in den Boden gepresst wurden. Damit hat Büter Bau die Baugrube als temporäre Sicherungsmaßnahme gegen drückendes Wasser abgedichtet, die nach Abschluss der Bauarbeiten und dem Hinterfüllen der Baugrube wieder gezogen werden können. Der Vorteil: Spundwände aus Stahl können praktisch wasserdicht hergestellt werden, sodass in einer umschlossenen Baugrube gearbeitet werden konnte.

 
Hochwertige und innovative technische Ausstattung des Gebäudes

Auch die aufwendige Gründung inklusive Unterfangung der umliegenden Gebäude hat Büter Bau gelöst. Die Gründung ist die konstruktive und statische Ausbildung des Übergangs zwischen Bauwerk und Boden. Die wichtigste Aufgabe der Gründung ist es, Lasten aus dem Bauwerk aufzunehmen und an den Untergrund weiterzugeben, ohne dass die daraus resultierende Kompression des Bodens zu Nachteilen für das Bauwerk oder die Umgebung führt. Diese besondere Anforderung kam zustande, weil die umliegende Bebauung höher liegt als der Neubau. Daher hat Büter Bau durch die Gründung inklusive Unterfangung hohe Sicherheit für das Bauprojekt und die Bestandsbebauung hergestellt.

Ein zukunftsfähiges Neubauprojekt benötigt natürlich auch eine hochwertige und innovative technische Ausstattung des Gebäudes, die insbesondere den aktuellen und kommenden ökologischen und wirtschaftlichen Anforderungen entspricht. So ist zum Beispiel eine Wärmepumpentechnologie verbaut worden. Eine Wärmepumpe ist die richtige Lösung, die in der Umwelt gespeicherte Sonnenenergie für die eigene Strom- und Wärmeerzeugung zu nutzen. Wärmepumpen wandeln in der Umwelt gespeicherte thermische Energie in Wärme um, statt Gas oder Öl zu verbrennen. Die Systeme nutzen bis zu 75 Prozent Umweltwärme sowie Strom zur Wärmegewinnung aus dem Erdreich, der Luft oder aus dem Grundwasser. Unter den richtigen Voraussetzungen arbeiten Wärmepumpen so effizient, dass sie durch die Nutzung kostenloser Umweltwärme die jährlichen Heizkosten um bis zu 50 Prozent senken können.